Schön, dass Sie das sind! Ich habe mein schönstes Kleid angezogen und war auch noch kurz beim Strandhaferfriseur ... speziell für Sie!
In der Umgebung kenne ich jeden einzelnen Stein, ähm, jedes einzelne Sandkorn! Hier in De Doornpanne erlebe ich die verrücktesten Abenteuer mit besonderen Tieren und Pflanzen.
Sie fragen sich, wer meine Freunde sind und was hier alles wächst? Auf den Infotafeln verrate ich Ihnen alle Geheimnisse unserer Dünen! Sind Sie bereit, mit mir zusammen auf Entdeckungsreise zu gehen?
Halt, Sie sind an der Grenze!
Sehen Sie diesen besonderen Grenzpfahl? Dieser markierte früher die Grenze zwischen den Pfarrgemeinden Oostduinkerke und Koksijde. Der ursprüngliche Holzpfahl wurde Ende des 19. Jahrhunderts mit Zement verstärkt und daher kommt es, dass Sie ihn hier heute noch sehen!
Schmutzkruste oder Moos?
Flechten? Das sind die trockenen und harten Beläge auf dem Grenzpfahl aus Stein. Obwohl es wie Moos aussieht, ist es keine Pflanze! Bei Flechten ist ein Schimmelpilz für die grobe Form verantwortlich. Im Inneren befindet sich eine Alge, die den Schimmelpilz ernährt.
Doras Dünentipps
Haben Sie schon die Ezels und Ponys gesehen?
Hier und da können Sie meine grasenden Freunde sehen. Wir wohnen hier seit Jahrzehnten gemütlich zusammen. Sie können gerne auf die Weide gehen, aber streicheln oder füttern Sie die Tiere nicht. Sie fressen am liebsten Gras und nur gelegentlich ein Stück Rinde. Zum Glück, denn so lassen Sie meine schönen Strandhaferhaare in Ruhe!
Clever gesehen
Dadurch, dass die Esel und Ponys hier grasen, verhindern wir, dass die Dünen mit Büschen und Bäumen zuwachsen. Und das ist auch gut so! Dadurch bekommen andere Pflanzen mehr Licht und es können im Frühjahr und Sommer bunte Blumenwiesen wachsen
Gehen Sie auf Entdeckungstour?
Sind Sie bereit, Esel und Ponys zu finden?
Schärfen Sie Ihren Spürsinn ein und betreten Sie den Weidebereich. Bleiben Sie immer auf den vorgesehenen Fußwegen und halten Sie Abstand zu den Tieren.
Achtung: Hunde – auch die allerliebsten – dürfen nicht mit in den Weidebereich. Esel betrachten Hunde nämlich als gefährliche Raubtiere.
Doras Dünentipps
Der Wind weht stark.
Aber ganz allein eine Düne aufwehen? Das schafft er nicht. Dazu bekommt er Hilfe vom Sand, dem Meer und den Pflanzen.
Der Seewind weht immer
Der Seewind weht immer weiter, bis Sie Dora Düne fast nicht mehr sehen können! Der Strandhafer wird unter dem Sand begraben und bildet neue Wurzeln.
Wat een mooie dag = Was ein schöner Tag!
Gut zu wissen... um nichts zu vermasseln
Leckerer Snack für Vögel
Wenn sich die vier Blätter dieser ungewöhnlichen Frucht öffnen, kommen orangefarbene Samenschalen zum Vorschein. Diese Samen und fleischigen Samenschalen bleiben lange an den Zweigen hängen und schmecken Vögeln besonders gut. Für Menschen sind sie giftig! Im Frühjahr bekommt der Strauch häufig Besuch von der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte. Diese Motte bedeckt den Strauch mit Gespinsten und legt Eier darin ab. Die Raupen fressen die Pflanze manchmal vollständig kahl, aber diese weiß sich jedes Mal wieder durch die Photosynthese der quadratischen, grünen Zweige zu regenerieren.
Gut zu wissen... um nichts zu vermasseln
Schlauer Zwergstrauch
Die Kriechweide ist ein Zwergstrauch, der vor allem dort keimt, wo das Grundwasser nah an der Oberfläche steht. Droht die Kriechweide unter Treibsand begraben zu werden? Dann wächst die Pflanze mit dem sich anhäufenden Sand bis zu mehreren Metern hoch. Die Wurzeln bleiben jedoch immer in Kontakt mit dem Grundwasser – auch wenn sie in einer scheinbar trockenen Umgebung wächst.
Gut zu wissen... um nichts zu vermasseln
In den Dünen oder im Garten?
Der gewöhnliche Liguster ähnelt dem immergrünen Liguster, den Sie vielleicht im Garten haben. Den Unterschied erkennen Sie an den Zweigen. Der immergrüne Liguster hat viele junge und kahle Zweige und die Beeren bleiben grün. Beim gewöhnlichen Liguster färben sich die Beeren schwarz und die Zweige sind kurz und weich behaart. Die Blätter erkennen Sie an der elliptischen Form, dem feinen Rand und der lederartigen Struktur. Der Strauch kann bis zu drei Meter hoch werden und vermehrt sich durch die Vögel, die die Beeren mögen.
Gut zu wissen... um nichts zu vermasseln
Blütezeit: Die Blüten kommen von März bis Anfang Mai,
danach kommen die dunkelblauen Beeren.
Sauer macht lustig
Nach dem Blühen der weißen Blüten entwickeln sich dunkelblaue Beeren. Die sehen sehr verlockend aus, aber der Schein trügt! Der saure und sehr bittere Geschmack lässt einen das Gesicht verziehen, weswegen die Einheimischen die Beeren auch als „trekkebek“ bezeichnen, was in so viel bedeutet wie „Mund verziehen“. Obwohl sie sehr gesund sind, können Sie die Beeren im Frühjahr nicht roh essen. Je später im Jahr, desto besser wird der Geschmack. Mit jedem Frost wird der Geschmack der Beeren etwas milder.
Gut zu wissen... um nichts zu vermasseln
Zwei Arten in Doornpanne
Hier finden Sie zwei Weißdornarten: den eingriffeligen Weißdorn oder Hagedorn (Crataegus monogyna) und den zweigriffeligen Weißdorn (Crataegus laevigata). Sie unterscheiden sich durch den Griffel, also dem Teil des Stempels, der sich zwischen dem Fruchtknoten und der Narbe befindet. Der eingriffelige Weißdorn hat je Blüte nur einen und an manchen Blüten zwei, zweigriffeliger Weißdorn hat immer zwei oder mehr. Es sind keine Blüten zu sehen? Sehen Sie sich dann die Blätter an. Die vom eingriffeligen Weißdorn sind wesentlich tiefer eingeschnitten, oft mindestens bis zur Hälfte.
Willkommen in der "Vissersstraat"
Der Spaziergang lässt Sie in die Geschichte von Koksijde eintauchen. Einst nutzten Krabbenfischer diese kleine Straße, um schneller zum Strand zu kommen. 1936 wurde sie für ein englisches Siedlungsprojekt gepflastert, das jedoch nie realisiert wurde. Und heute ... weist sie Spaziergängern wie Ihnen den Weg in unserem Naturgebiet!
Mit dem Muli an den Strand
Vor langer Zeit lag diese kleine Straße mitten im Zentrum von Koksijde. Die Krabbenfischer nutzen sie damals, um mit Ihren Maultieren schneller an den Strand zu kommen. Gleichzeitig brachten sie auch ihre Schafe und Ziegen zum Weiden in die Dünen. Zwei Fliegen auf einen Streich!
Gepflastert und offiziel
Der zentrale Teil von De Doornpanne ging nach der Pflasterung 1936 in den Besitz der interkommunalen Wasserleitungsgesellschaft Veurne-Ambacht über.Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurden Straßennamen zur Pflicht. Diese waren hauptsächlich auf Französisch – oui, oui – da die meisten Grundbesitzer französischsprachig waren.
Doras Dünentipps
Meerwasser: Nicht trinken! Pfui!
Brackwasser: Weniger salzig, aber noch immer nicht trinkbar!
Süßwasser: Gluck! Gluck!
Zout water= Salzwasser
Duinen = Dünen
Winput = Brunnen
Infiltratiepand!= Sickerbecken
Unsere Lösung
Grundwasserspiegel halten
Dieser künstliche Teich (Sickerbecken) mit gut 21.000 m² ist die Grundlage dafür, den Grundwasserspiegel in den umliegenden Dünen zu halten. An beiden Seiten dieses Beckens wird das versickerte Wasser über Brunnen in einer Tiefe von 8 und 12 m zurückgewonnen. Mit diesem System wird die Grundwasserentnahme im übrigen Teil der Wassergewinnung verringert. Das positive Ergebnis? Ein steigender Grundwasserspiegel und bessere Naturwerte!
Wow, so viel Sanddorn!
Der Sanddorn und ich ... wir sind ein unzertrennliches Duo.
Sie sehen, dass die Pflanze hier an vielen verschiedenen Stellen wächst. Sehen Sie sich ruhig etwas genauer, passen Sie aber mit den Dornen an den Stängeln auf. Daran können Sie sich ganz schön stechen.
Männlich und weiblich
Der Sanddorn hat als zweihäusige Pflanze eine männliche und eine weibliche Variante. Die Sträucher stehen oft nach Geschlecht zusammen. Sehen Sie im Sommer eine Gruppe mit orangefarbenen Sanddornbeeren? Dann sind das die Weibchen. Fünf dieser Beeren entsprechen der empfohlenen Tagesmenge an Vitamin C.
Strauch voller Superkräfte
Die weißen Schuppen auf den Zweigen reflektieren das Sonnenlicht, wodurch die Temperatur gesenkt wird und weniger Wasser verdampft.
Auch die Blätter helfen dabei mit einer Wachsschicht auf der Oberseite und den Haaren an der Unterseite. Pflücken Sie ruhig ein Blatt, um es einmal zu fühlen!
Doras Dünentipps
Sehen Sie die Mischung des Sandes?
Sand enthält Mineralien und kleine Steinchen und Muscheln. Nehmen Sie ruhig etwas Sand in die Hand und untersuchen Sie ihn! Sie sehen Farben, Strukturen und vielleicht auch etwas Unerwartetes, denn die Natur ist immer wieder überraschend!
Von Felsen zu Sand
Sand entsteht aus gebrochenen Steinen, die in einen Fluss gelangen. Das Wasser schleift am Stein entlang und bricht immer kleinere Brocken ab. So verwandelt sich ein Felsblock langsam, aber sicher in Sand.
Spurensuche in den Dünen
In den Dünen leben viele Tiere. Vielleicht finden Sie die Spuren einer Schnecke, eines Kaninchens oder eines Fuchses? Sie können auch selbst eine Spur im Sand zurücklassen. Machen Sie einen festen Hand- oder Fußabdruck oder schreiben Sie Ihren Namen in den Sand.
Doras Dünentipps
Sehen Sie sich die Wildrosen an!
In den Dünen können Sie verschiedene Rosenarten sehen. Hundsrose und Apfelrose sind zwei davon. Beide Blumen haben jeweils fünf Blütenblätter und Blätter mit einer glänzenden Oberseite. Die Blumen sind bei Vögeln und Insekten beliebt, da sie Nistplätze, Schutz und Nahrung bieten. Ich erzähle Ihnen gerne mehr über diese Superblumen!
Parfümierte Apfelrose
Die Apfelrose hat kleine Drüsen unter den Blättern und an den Blattstielen. Diese können Sie nur mit einer Lupe sehen, aber sie sorgen für einen wunderbaren Duft. Zerreiben Sie einmal ein Blatt, um es zu riechen! Die Stängel der Apfelrose sind dick, wobei sich gerade und gekrümmte Stacheln abwechseln.
Vitaminreiche Hundrose
Die Hundsrose ähnelt der Apfelrose, dennoch gibt es einige Unterschiede. Diese Rose hat zum Beispiel nur stark gekrümmte Stacheln. Sie sehen aus wie Hexennasen!
Außerdem enthält die Hundsrose von allen Wildrosenarten das meiste Vitamin C.
Doras Dünentipps
Lust auf ein kleines Spiel?
Ich möchte Ihnen gute Freunde vorstellen und Sie dürfen raten, wer sie sind! Nachdem Sie dieses Schild gelesen haben, wissen Sie es wahrscheinlich schon. Weil ich den Leuten gerne helfe, gebe ich schon einmal einige Tipps:
Meine Freunde können hervorragend graben, leben in einem Bau und bleiben in der Nähe ihrer Familie. Haben Sie schon eine Ahnung?
Leckerer Dünensnack
Die Familie sucht Nahrung in der Nähe ihres Baus. Sie fressen u. a. Gräser und Zweige von Sträuchern. Im Sommer bevorzugen Sie Kräuter, im Winter ernähren sich die Tiere von Zucker und Eiweißen, indem sie an der Rinde dünner Stämme und Zweige nagen. Liebkraut, Sandsegge und Kriechweide sind beliebte Nahrungsquellen. Finden Sie sie in der Nähe?
Sicheres Zuhause
Das stärkste Männchen sucht sich das beste Stück der Düne als Zuhause für seine Familie aus. Die Männchen markieren das Gebiet mit Kot (Latrinen) und Duftstoffen. Ihr Zuhause ist eine Festung mit vielen unterirdischen Röhren und Räumen, in denen die Familie gemütlich zusammenlebt. Diese Tiere kommen erst heraus, wenn die Sonne untergeht, und nach Sonnenaufgang verkriechen sie sich wieder in ihren Bau. So sind sie vor Füchsen, Iltissen und Wieseln sicher!
Fotos:
Wissen Sie es schon?
Dann seien Sie ganz leise. Vielleicht sehen Sie auf Ihrem Spaziergang eines dieser süßen Flauschknäuel. Fühlen Sie ruhig einmal, ob so eine Röhre tief in den Boden hineingeht oder ob es doch nur eine Kuhle ist. Spannend!
Doras Dünentipps
Pflanzen sind wirklich schlau!
Es ist sehr schwer, in den Dünen zu überleben: Es gibt wenig Nahrung im Boden, Wasser ist selten und der Unterschied zwischen Sommer und Winter ist groß. Trotzdem sehen Sie hier eine Menge Pflanzen. Wie ist das möglich? Weil die Pflanzen kluge Tricks kennen!
Dach-Drehzahnmoos als Chamäleon
Dach-Drehzahnmoos wird schön grün, wenn die Pflanze genügend Wasser bekommt. Bei Trockenheit stellt sich das Dach-Drehzahnmoos tot. Dann sieht das Moos braun aus. Dieses Chamäleon spielt übrigens eine wichtige Rolle für den Halt von Dünen. Die Moose wachsen aneinander und halten den Sand fest.
Fotos:
Oben: Trockenes Dach-Drehzahnmoos
Unten: mit genügend Wasser
Wasserhaltiger Strandhafer
Strandhafer hat, wie viele andere Pflanzen, kleine Öffnungen an den Blättern. Diese Spaltöffnungen schließen sich, wenn es sehr warm ist, damit kein Wasser verdampft. Aus demselben Grund rollt der Strandhafer seine Blätter auch zusammen. Das Aussehen der Pflanze unterscheidet sich daher bei kaltem oder warmem Wetter!
Doras Dünentipps
Blütezeit: Im Frühjahr kommen die Blüten,
danach die Beeren.
Leckere Blüten und Beeren
Die weißen Blüten in flachen, säulenförmigen Dolden sind unter Tausenden zu erkennen. Auch die schwarz-violetten Beeren und der Duft sind sehr typisch. Reiben Sie die Blätter des gemeinen Holunders, um den Duft zu riechen. Heute werden die Blüten gerne für Limonade verwendet, die Früchte für Sirup. Aber wussten Sie, dass der gemeine Holunder traditionell aus Nieder- und Mittelwäldern ferngehalten wurde? Er wurde als Totholz betrachtet und durfte daher ohne Bedenken als Reisig entnommen werden.